Einreisebestimmungen Honduras
Wer nach Honduras reisen möchte, benötige für die Einreise einen noch mindestens 6 Monate gültigen Reisepass. Für die Einreise mit dem Flugzeug ist außerdem ein Rückflugticket oder ein Weiterreiseticket erforderlich. Alle Honduras-Reisenden müssen zudem in Besitz eines eigenen maschinenlesbaren Reisepasses sein. Es wird aufgrund der zahlreichen Diebstähle und Überfälle dazu geraten, den Reisepass sicher im Hotelsafe zu verwahren und sich gegenüber den honduranischen Behörden bei kleineren Touren oder am Strand mit einer Passkopie auszuweisen, die neben der Passseite mit den personenbezogenen Angaben auch die Seite mit dem honduranischen Einreisestempel beinhaltet.
Für touristische und geschäftliche Reisen von bis zu 90 Tagen benötigen Staatsangehörige von EU-Ländern sowie der Schweiz und der Türkei kein Visum. Bei der Einreise nach Honduras wird an sie eine gebührenfreie Aufenthaltserlaubnis ausgestellt. Bei Einreise wird von den Grenzbeamten ein gelber Einreisezettel in den Reisepass eingeheftet.
Bewaffnete Raubüberfälle sind in Honduras an der Tagesordnung. Honduras hat eine der höchsten (pro-Kopf-) Mordraten der Welt. Im Jahr 2009 ist die Mordrate in Honduras laut Studie der honduranischen Behörden im Vergleich zum Vorjahr erneut um 18% (!) auf 5.265 (2008: 4.473) Opfer gestiegen. Dies entspricht einer Mordrate von rund 67 Fällen pro 100.000 Einwohnern. Auch deutsche Staatsangehörige zählen zu den Opfern.
Auf Grund der vielen Überfälle und Diebstähle sollten Honduras-Reisende Schmuck, größere Mengen an Zahlungsmitteln sowie Dokumente möglichst im Hotelsafe aufbewahren und unsichere Stadtviertel – insbesondere bei Dunkelheit – meiden. Vor Reisen per Anhalter wird (insbesondere Frauen) dringend abgeraten. Aber auch die Benutzung von Taxis und Überlandbussen ist nicht ungefährlich. Gelegentlich kommt es zu Überfällen durch die Taxifahrer selbst.
Eine Sondereinheit der honduranischen Polizei, die speziell zum Schutz von Touristen gebildet wurde, bietet Reisegruppen eine Eskorte bei Überlandfahrten an. Der Schutz durch die „Policía Turística“ kann über den jeweiligen Reiseveranstalter gegen geringfügige Mehrkosten gebucht werden. Es wird empfohlen, nach Möglichkeit Gruppenreisen per Bus wahrzunehmen.